Das Pareto-Prinzip zur Problemlösung in der Fabrik

17 März 2025

Der Leitfaden zur Problemlösung in der Produktion: Methoden, Instrumente, bewährte Verfahren

In der modernen Industrie stehen Lean-Manager, Produktionsleiter und Verantwortliche für operative Exzellenz vor der Herausforderung, Produktionsausfälle zu minimieren, Kosten zu senken und Prozesse zu optimieren. Ein bewährtes Konzept zur Steigerung der Effizienz ist das Pareto-Prinzip, auch bekannt als die 80-20-Regel. Es besagt, dass 80 % der Ergebnisse aus nur 20 % der Ursachen resultieren.

Mit fabriq, einer digitalen Performance-Management-Lösung für die Industrie, können Unternehmen dieses Prinzip effektiv nutzen, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen und die größten Engpässe in der Produktion gezielt zu beseitigen.

Pareto-Prinzip: Definition und Bedeutung

Das Pareto-Prinzip beschreibt eine asymmetrische Verteilung von Ursachen und Wirkungen:

  • 80 % der Probleme in einem Produktionsprozess resultieren oft aus 20 % der Fehlerquellen.
  • 80 % der Maschinenstillstände entstehen durch 20 % der am häufigsten auftretenden Störungen.
  • 80 % der Qualitätsprobleme gehen auf 20 % der Produktionsfehler zurück.

Diese Erkenntnis hilft Unternehmen, ihre Ressourcen gezielt einzusetzen, anstatt sich auf zahlreiche kleinere Probleme zu verteilen.

source: https://www.consulting-life.de/pareto-prinzip/

Vilfredo Pareto und sein Prinzip

Das Konzept geht auf den italienischen Ökonomen Vilfredo Pareto (1848–1923) zurück. Er stellte fest, dass 80 % des Vermögens in Italien von nur 20 % der Bevölkerung gehalten wurden.

Dieses Muster wurde später in verschiedenen Bereichen beobachtet – von Wirtschaft über Vertrieb bis hin zur Produktion und Qualitätssicherung. Unternehmen nutzen es heute weltweit zur Effizienzsteigerung und Fehlerreduktion.

fabriq hilft Herstellern dabei, das Pareto-Prinzip nicht nur theoretisch, sondern praktisch anzuwenden, indem es kritische 20 % der Produktionsprobleme sichtbar macht.

>> Entdecken Sie fabriq

Zeitmanagement mit dem Pareto-Prinzip

Das Pareto-Prinzip ist nicht nur in der Produktion hilfreich, sondern auch eine effektive Zeitmanagement-Methode.

Praxisbeispiel in der Fabrik:

Ein Produktionsleiter hat täglich zahlreiche Aufgaben: Meetings, Berichte, Analysen und Prozessoptimierungen. Doch nicht alle Tätigkeiten haben den gleichen Einfluss auf die Produktion.

Durch eine Datenanalyse mit fabriq kann er sich auf die 20 % der Aufgaben fokussieren, die den größten Einfluss auf die Effizienz haben – anstatt Zeit mit weniger relevanten Problemen zu verlieren.

Vorteile des Pareto-Prinzips in der Produktion

Die Anwendung des Pareto-Prinzips in der Industrie bringt konkrete Vorteile:

  • Fokus auf kritische Probleme → Schneller, effizienter, ressourcenschonender.
  • Weniger Verschwendung von Zeit und Material → Bessere Kostenkontrolle.
  • Höhere Produktivität → Fokus auf die 20 % der Prozesse, die 80 % der Wertschöpfung bringen.
  • Optimierung durch datenbasierte EntscheidungenMit fabriq können Engpässe identifiziert und behoben werden.

Nachteile des Pareto-Prinzips: Wann es nicht funktioniert

Obwohl das Pareto-Prinzip zahlreiche Vorteile bietet, ist es nicht immer uneingeschränkt anwendbar. Denn nicht jede Herausforderung lässt sich klar nach dem Schema 80-20 einordnen. In einigen Fällen verteilen sich die Ursachen für Probleme deutlich breiter oder sind viel komplexer miteinander verwoben, als das Pareto-Prinzip es suggeriert. Wenn sich Ursachen nicht eindeutig in Haupt- und Nebenprobleme aufteilen lassen, kann das Pareto-Prinzip an seine Grenzen stoßen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist, dass bei zu starker Fokussierung auf kurzfristige Verbesserungen strategische oder langfristige Faktoren übersehen werden könnten.

Das Pareto-Prinzip lenkt die Aufmerksamkeit auf unmittelbar lösbare, drängende Probleme – doch es darf nicht dazu führen, dass langfristige Herausforderungen, wie technologische Innovationen oder Veränderungen der Marktanforderungen, in den Hintergrund treten.

Um die entscheidenden 20 % der Ursachen überhaupt zuverlässig zu identifizieren, sind präzise und detaillierte Daten unverzichtbar. Ohne fundierte Datenanalyse bleibt das Pareto-Prinzip reine Theorie.

Genau hier setzt die fabriq-Lösung an: Durch detaillierte Datenerfassung und Echtzeitanalysen hilft fabriq Produktionsverantwortlichen dabei, die relevanten Engpässe exakt zu bestimmen und gleichzeitig langfristige Trends im Blick zu behalten. So lässt sich das Pareto-Prinzip gezielt und effektiv einsetzen, ohne dass wichtige strategische Faktoren verloren gehen.

>> Entdecken Sie fabriq

Beispiele für den Einsatz des Pareto-Prinzips in der Industrie

Das Pareto-Prinzip findet in verschiedenen Bereichen der industriellen Fertigung konkrete und praktische Anwendung. Ein Beispiel ist das Qualitätsmanagement: Studien zeigen regelmäßig, dass rund 20 % der Produktionsfehler für etwa 80 % aller Qualitätsprobleme verantwortlich sind. Mit einer digitalen Performance-Management-Lösung wie fabriq lassen sich diese kritischen Ursachen frühzeitig erkennen, visualisieren und systematisch beheben, bevor sie hohe Kosten verursachen.

Auch im Bereich der Maschinenwartung bestätigt sich häufig die 80-20-Regel: Etwa 20 % der Maschinen sind typischerweise für 80 % der Produktionsausfälle verantwortlich.

Durch die Integration von fabriq in die Wartungsplanung lässt sich dieser Problembereich identifizieren und gezielt verbessern. Moderne Predictive Maintenance-Ansätze, gestützt durch Echtzeitdaten aus fabriq, ermöglichen es, Wartungsarbeiten gezielt und proaktiv zu planen – bevor es überhaupt zu teuren Stillständen kommt.

In der Produktionsplanung zeigt sich ebenfalls die Stärke des Pareto-Prinzips deutlich: Etwa 20 % der Produktionsprozesse verursachen rund 80 % der Produktionskosten. Hier bietet fabriq eine umfassende Prozessanalyse in Echtzeit, um genau diese Prozesse zu identifizieren und gezielt zu optimieren.

Auch bei der Arbeitsplatzgestaltung hilft das Pareto-Prinzip, indem deutlich wird, dass oft 20 % der Arbeitsprozesse für 80 % der Produktivität entscheidend sind. fabriq visualisiert, welche Arbeitsplätze effizient funktionieren und wo Verbesserungspotenzial liegt. Dies erlaubt es den Produktionsverantwortlichen, gezielt Prozesse zu fördern, die den größten Einfluss auf das Gesamtergebnis haben.

Durch die Integration des Pareto-Prinzips mit einer digitalen Lösung wie fabriq entsteht eine leistungsfähige Methode, um Fabriken messbar effizienter zu machen.

Gängige Missverständnisse über das Pareto-Prinzip

Trotz der großen Bekanntheit des Pareto-Prinzips kursieren in der Praxis einige Missverständnisse, die seine Anwendung erschweren oder sogar verfälschen können.

Ein häufiger Irrtum lautet: „80-20 bedeutet, dass man 80 % der Probleme ignorieren kann.“ Das ist falsch. Zwar liegt der Fokus zunächst auf jenen 20 % der Probleme, die für 80 % der Auswirkungen sorgen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die restlichen Probleme unwichtig sind. Vielmehr geht es darum, Prioritäten richtig zu setzen und Probleme schrittweise nach ihrer Bedeutung zu bearbeiten.

Ein weiteres Missverständnis besteht darin, dass viele die 80-20-Regel zu wörtlich nehmen. Häufig wird angenommen, die Verteilung müsse exakt bei 80-20 liegen. Tatsächlich handelt es sich hierbei nur um ein grobes Verhältnis. In der Praxis kann das Verhältnis auch bei 75-25 oder 90-10 liegen. Entscheidend ist die Erkenntnis, dass die Probleme ungleich verteilt sind, und nicht das exakte Zahlenverhältnis.

Auch die Annahme, „das Pareto-Prinzip funktioniert immer gleich“, ist ein verbreiteter Irrtum. Jede Fabrik, jede Produktionslinie und jedes Unternehmen hat individuelle Herausforderungen. Engpässe unterscheiden sich oft stark voneinander. Um diese Unterschiede präzise zu erfassen, helfen digitale Analysewerkzeuge. Lösungen wie fabriq liefern datengetriebene Erkenntnisse in Echtzeit, sodass das Pareto-Prinzip individuell angepasst und wirksam umgesetzt werden kann.

Tools, die das Pareto-Prinzip nutzen

Zur Umsetzung des Pareto-Prinzips in der Industrie sind moderne Analyse-Tools notwendig:

  • Pareto-Diagramme – Zur Visualisierung von Fehlerquellen.
  • OEE (Overall Equipment Effectiveness) – Identifikation von Stillständen und Ineffizienzen.
  • Lean-Management-Tools – Wertstromanalysen zur Optimierung.
  • Digitale Performance-Management-Lösungen wie fabriq – Echtzeit-Datenanalyse zur Identifikation der größten Engpässe.

fabriq setzt auf eine datenbasierte Optimierung, um das Pareto-Prinzip optimal in der Fabrik anzuwenden.

Fazit: fabriq und das Pareto-Prinzip – die perfekte Kombination für effiziente Fabriken

Das Pareto-Prinzip ist ein leistungsstarkes Werkzeug zur Steigerung der Effizienz in der Produktion. Es hilft dabei, die wirklich kritischen Probleme zu identifizieren und mit geringem Aufwand maximale Ergebnisse zu erzielen.

Doch ohne präzise Daten bleibt das Pareto-Prinzip nur eine Theorie.

Mit fabriq können Unternehmen:

  • Die 20 % der Ursachen erkennen, die 80 % der Probleme auslösen
  • Produktionsdaten in Echtzeit analysieren
  • Gezielt Maßnahmen ableiten und umsetzen

Jetzt mehr erfahren und fabriq für Ihre Produktion testen!

Verfasst von:

Priscilla Brégeon-Minos – Content Manager @fabriq